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Osterfeiertage in unserer Pfarre – ein Rückblick auf ein intensives und feierliches Triduum
Die drei heiligen Tage wurden in unserer Pfarre heuer wieder mit großer Beteiligung und spürbarer innerer Tiefe gefeiert. Jede Feier trug ihren eigenen Charakter, und gemeinsam ergaben sie ein lebendiges Bild von Leiden, Tod und Auferstehung Christi. Am Gründonnerstag wusch unser Pfarrer in der Abendmesse – so wie jedes Jahr - symbolisch den „Aposteln“ die Füße, eine Geste, die an Jesu Dienst am Menschen erinnert. Der Karfreitag wurde besonders intensiv begangen. Bereits am Vormittag machten sich zahlreiche Kinder mit ihren Familien auf den Weg von der Pfarrkirche hinauf zum Höhenrain. Der liebevoll gestaltete Kinderkreuzweg dauerte rund zwei Stunden – und wurde nie langweilig. An den Stationen wurde erzählt, gesungen und es gab kleine Symbole zum Mitnehmen. Auf der Höh‘ standen nicht nur die Kreuze sondern auch die Auferstehung Jesu in der Mitte, sodass die Kinder nicht nur das Leiden, sondern auch die Hoffnung mit nach Hause nahmen.
Am Nachmittag folgte ein meditativer Kreuzweg als Leinwandprojektion, heuer mit eindrucksvollen Mosaikbildern aus der Kirche St. Martin in Freiburg. Die Kreuzwegsliturgie am Abend führte die Gläubigen schließlich Schritt für Schritt durch die Passion und hinein in die Grabesstille des Karsamstags – ein Gottesdienst, der jedes Jahr tief berührt.
Am Karsamstag fanden wieder zahlreiche Speisensegnungen statt und so kamen manche früher und manche später, um ihren Osterspeisen den „Geschmack des Himmels“ zu verleihen. Am Abend wurde die Pfarrkirche erneut zum „Segens-Startpunkt“ der Fackelwanderung nach Höfling, auch wenn das dort geplante Osterfeuer heuer aufgrund der Trockenheit ausfallen musste.
Um 5 Uhr morgens dann der Höhepunkt: der Auferstehungsgottesdienst, der vom Dunkel des Todes ins Licht der Auferstehung führte. Die liturgische Ruhe zu Beginn steigerte sich im Laufe der Messe, um schlussendlich das feierliche Halleluja – Jesus lebt in die Welt hinauszutragen. Die ruhige Morgenluft war ein Geschenk – sie erlaubte eine feierliche Prozession, bei der das Licht Christi sichtbar in den Händen getragen wurde.
Die Osterfeiertage zeigten einmal mehr, wie lebendig gemeinsam gefeiert wurde: Kinder, Familien, junge und ältere Menschen, Engagierte in Liturgie und Musik, Helferinnen und Helfer im Hintergrund – sie alle trugen dazu bei, dass man in diesen Tagen vor allem eines spüren konnte: Ostern ist nicht nur ein Fest – es ist eine Bewegung des Herzens, die uns vom Dunkel ins Licht führt.
