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Auf dem Weg zur Firmung

Auch heuer haben sich wieder 14 Firmlinge auf den Weg zur Firmung gemacht. Bereits im Oktober 2025 pünktlich zum Kirchtag fand unser erstes Treffen statt, das ganz im Zeichen der Gemeinschaft stand. Kennenlernen, Teambuilding und vieles mehr stand am Programm, auch der gemeinsame Besuch des Kirchtagsgottesdienstes. Unsere Firmlinge die sich als Konditorbäcker auszeichneten verteilten selbstverzierte und gebackene Lebkuchen. Mit viel Liebe und einem dezenten Zuckerschock sah man die Freude der Kirchenbesucher/innen. Das nächste Treffen stand ganz im Zeichen der Schöpfungsverantwortung. Bäume pflanzen mit den Pfarrgemeinderäten Thomas und Stefan. Es war ein sehr lustiger und ereignisreicher Vormittag. Für viele eine sinnbringende Beschäftigung, für andere ein schwarzer Tag an dem die Lieblingshose zerriss und die weißen Sneakers in einem sanften Ockerton nach Hause zurückkehrten. Mit Spaten und Schaufel können unsere Firmlinge auf alle Fälle gut hantieren. Gruppenstunden, Sendungsgottesdienst, Adventkranzbinden, Kirchenführung uvm. …. Unsere Firmlinge waren immer motiviert dabei. Bei den „Prayer Spaces“ konnten Sie auch eine etwas andere Form des Betens kennenlernen. Eine sehr tiefgründige und ruhige Stunde, die auch Pastoralassistentin Franziska Maier-Tschojer noch länger in Erinnerung bleiben wird. Auch das Pfarrcafe für den Vorstellungsgottesdienst der Erstkommunionskinder managten sie mit Bravour. Das Bibelmobil machte auch in unserer Pfarre halt, dabei konnten wir Einblicke finden in den Buchdruck, als auch neue Visionen sammeln für ein Leben das Sinn bringt und im digitalen Zeitalter, noch in der „realen Welt“ stattfindet. Als Highlight und Abschluss der Firmbegleitung gibt es im Juni noch eine Ausfahrt zu den 7 Gaben des Heiligen Geistes - die in 7 Kirchen unserer Pfarren St.Stefan und Latschach versteckt liegen. Die Firmvorbereitung war ein sehr schöner und abwechslungsreicher Weg hin zur Firmung. Ein paar Eindrücke finden Sie in der Galerie.

Eindrücke

Gedanken und Rückblick von PA Franziska Maier-Tschojer auf eine geistreiche Zeit mit unseren Firmlingen Der Neurobiologe Gerald Hüther sagt: „Jeder Mensch kommt mit einem unglaublichen Potenzial auf die Welt.“ Aber dieses Potenzial entfaltet sich nur, wenn wir uns wirklich auf das Leben einlassen. Wenn wir nicht nur funktionieren, sondern erleben. Wenn wir nicht nur konsumieren, sondern gestalten. Er sagt auch, dass unser Gehirn sich vor allem dann entwickelt, wenn wir begeistert sind. Wenn wir etwas wirklich erfahren, wenn wir spüren: Das hat mit mir zu tun. Genau da wirkt auch der Geist Gottes – nicht fern und theoretisch, sondern mitten in eurer Begeisterung, in eurer Neugier, in eurem Mut, Neues auszuprobieren, mitten im Herz. Und noch ein Gedanke von ihm: Menschen brauchen echte Erfahrungen, um innerlich zu wachsen. Kein Bildschirm kann das ersetzen. Kein Like, kein Video, kein Chat. Euer Gehirn – und euer Herz – brauchen Begegnung. Gespräche. Berührung. Gemeinschaft. …und genau das, hoffe ich, hat die Firmvorbereitung euch ein bisschen mitgegeben. Nicht das große theoretische Wissen, sondern Begegnungen, an die ihr euch in vielen Jahren noch gerne erinnern könnt. Ob es der Diabetes Lebkuchen von Phillip war, die gemeinsam gepflanzten Bäume, für die einen ein sinnbringendes Erlebnis, für andere eine schwere Stunde, in der die Lieblingshose zerreißt und die weißen Schuhe in einem geschmeidigen Ockerton nach Hause zurückkehren. Ob es Gespräche waren, die uns traurig gemacht haben oder auch die Vorbereitungen auf den Kreuzweg, wo sich fast jede/r mit Eisenstecken unter Beweis stellen musste. Oder der gemeinsame Besuch der Auferstehung, den Blick aus der Sakristei, wo so viele von euch aufgefädelt sitzen, werde ich wohl so schnell nicht vergessen. Glaube ist ein Gefühl – immer getragen zu sein, von einer Gemeinschaft und schließlich von Gott selbst! Ihr lebt in einer Zeit, in der vieles gleichzeitig passiert. Vieles ist digital, schnell, oft auch oberflächlich. Aber euer Leben findet nicht im Bildschirm statt. Es findet jetzt statt. Hier. In echten Begegnungen. In Gesprächen, die nicht perfekt sind. In Momenten, die man nicht posten kann. Und genau das wünsche ich euch, dass ihr viele dieser Momente erlebt! Ihr dürft nun hinausgehen in diese Welt – nicht als Zuschauer, sondern als Menschen, die gestalten. Die fühlen. Die lieben. Die Verantwortung übernehmen. Der Heilige Geist wird euch nicht alle Probleme abnehmen. Aber er gibt euch etwas viel Größeres: die göttliche Kraft, euer Leben mit all seinen Höhen und Tiefen selbst zu leben. Ich wünsche euch dabei nur das Beste und bin sehr stolz auf euch und dass ihr so wundervolle und begeisterungsfähige Jugendliche seid. Bei uns in der Pfarre seid ihr jederzeit herzlich willkommen… Herzlichen Dank auch an Pfarrgemeindeobmann Hannes Frank für die Kirchenführung und unserer guten Seele Mares Adunka, die die Firmlinge über das ganze Jahr hinweg mitbegleitet hat. Ob Fastensuppe kochen, das Weltspiel der katholischen Frauenbewegung oder die Sternsingeraktion, Mares ist einfach überall mit dabei und dafür sind wir als Pfarre sehr dankbar!